Die Lehre geschafft. Diese Möglichkeiten stehen dir offen.

Die Landmaschinenmechaniker fahren mit ihren Traktoren zur Berufsschule und die Polygrafen werden in den Dorfbrunnen geworfen. Das EFZ ist in der Tasche. Wie weiter? Wir haben dir 5 mögliche Wege für nach der Lehre zusammengefasst.

Ein Lebenslauf braucht eine Struktur.

1.
Im Lehrbetrieb bleiben: «Mir gefällt es hier. Ich bleibe wo ich bin.»

Wenn du schon immer ein gutes Arbeitsverhältnis und Spass an der Arbeit in deinem Lehrbetrieb hattest, ist das die beste Lösung für die Zeit nach der Ausbildung. Informiere dich jedoch früh genug und frage bei deinen Vorgesetzten nach, ob die Möglichkeit besteht weiterhin im Unternehmen zu arbeiten. Der Lehrbetrieb ist rein gesetzlich nicht verpflichtet, dich weiterhin anzustellen, da der Lehrvertrag mit dem Ablaufdatum endet. Lernende nach der Ausbildung im Betrieb zu behalten hat auch für den Betrieb Vorteile. Kein neuer Mitarbeiter kennt die Prozesse, Regeln und die Kultur so gut wie du, da du schon seit mehreren Jahren dabei bist. Der Einarbeitungsaufwand reduziert sich dadurch erheblich.

Ein Lebenslauf braucht eine Struktur.

2.

Eine neue Stelle nach der Ausbildung suchen: «Ich brauche was Neues.»

Bietet dein Lehrbetrieb keine Anschlussstelle oder möchtest du freiwillig nicht im Unternehmen bleiben, dann kannst du eine neue Arbeitsstelle im erlernten Beruf suchen. Im Internet findest du zahlreiche Suchmaschinen, die dir bei der Suche helfen. Wir haben dir einige zusammengetragen. Hast du persönliche Kontakte? Umso besser! Diese kannst du direkt anfragen und vielleicht findest du so einen Job, der gar nicht erst ausgeschrieben wurde. Falls du Unterstützung bei der Stellensuche brauchst oder dir unsicher bist, kannst du auch mit einem Vermittlungsbüro zusammenarbeiten. Diese Dienstleistung ist kostenlos und sie helfen dir, eine passende Stellen zu finden. Wir sind übrigens auch so ein Büro und du darfst uns jederzeit gerne kontaktieren.

Nützliche Links:
https://www.jobs.ch/de/
https://www.indeed.ch/
https://www.jobscout24.ch/
https://www.jobagent.ch/

Der Lebenslauf ist das Eintrittsticket für das Bewerbungsgespräch.

3.
Mit einem Auslandaufenthalt die Welt entdecken: «Nichts wie weg von hier.»

Neugier ist in der Berufswelt gefragt. Deshalb macht sich auch ein längerer Aufenthalt im Ausland gut in deinem Lebenslauf. Nach den anstrengenden Lehrjahren kann eine Auszeit ausserhalb der Schweizer Grenzen guttun. Im Moment ist diese Möglichkeit jedoch nur begrenzt, durch die Einschränkungen des Corona-Virus, möglich. Aber vergiss nicht: Die Schweiz hat vier Landessprachen. Wieso nicht einfach ein halbes Jahr in die Westschweiz und Französisch lernen? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten: Gastfamilien, als Aushilfe arbeiten oder einfach eine Sprachschule mit Unterkunft in einer Studentenwohnung.

Nützliche Links:
https://swissfrenchschool.ch/
https://www.boalingua.ch/de/sprachaufenthalt/franzoesisch/schweiz.html
https://www.esl.ch/de/sprachaufenthalte/franzoesisch/westschweiz.html
https://www.studylingua-sprachaufenthalte.ch/de/sprachaufenthalt/franzoesisch/schweiz.php

4.
Die Weiterbildungsmöglichkeiten: «Man lernt nie aus.»

Das Schweizer Bildungssystem hält dir alle Türen offen. So kann ein Schreiner zum Primarschullehrer werden, wenn er es will. Dies hat den Vorteil, wenn man nach der Lehre nicht mit dem erlernten Beruf zufrieden ist, dass man ohne Probleme einen neuen Beruf wählen kann. Es besteht aber auch die Möglichkeit sich in seiner Materie zu vertiefen. Höhere Fachschulen bieten diese Möglichkeit. Möchte man hingegen studieren, muss man zuerst noch die Berufsmaturität erlangen. Diese kann gleichzeitig mit der Lehre absolviert werden, oder nach der Lehre in einem Jahr Vollzeit.

Nützliche Links:

https://www.bildung-schweiz.ch/info/weiterbildung/hoehere-fachschulen-hf

https://www.berufsberatung.ch/dyn/show/3309

Design nicht den Lebenslauf. Design dein Leben.

5.
Das Militär & der Zivildienst: «Achtung!»

In der Schweiz besteht für die Männer nach wie vor die Dienstpflicht. Frauen können freiwillig Dienst leisten. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Die gängigen Funktionen findet man auf miljobs.ch. Sollte man sich aus Gewissensgründen gegen das Militär entscheiden, gibt es noch die Option Zivildienst zu leisten. Dieser dauert eineinhalb Mal so lange wie das Militär, bietet aber auch seine Vorzüge. Mach dir vor der Aushebung (Rekrutierung) genaue Gedanken, was du während deiner Dienstpflicht machen möchtest. Es lohnt sich.

Ein kleiner Tipp: Entscheidest du dich für das Militär und das Durchdiener-Modell (alles an einem Stück inkl. WKs), dann schau, dass du noch mind. drei Monate vor der Rekrutenschule arbeiten kannst. So bekommst du in der zweiten Hälfte deines Militärdienstes 80% deines ursprünglichen Lohnes, statt nur den Mindestsatz des Militärs.

Nützliche Links:
https://www.miljobs.ch/home/
https://www.zivi.admin.ch/dam/zivi/de/dokumente/broschueren-flyer/Der%20Zivildienst%20kurz%20erkl%C3%A4rt.pdf.download.pdf/Der%20Zivildienst%20kurz%20erkl%C3%A4rt.pdf

Was die beste Wahl nach der Lehre ist, musst du selbst entscheiden. Wichtig ist, dass du etwas machst. Falls du nach der Lehre ohne Plan dastehst und arbeitslos bist, kannst du dir in unserem Blogartikel „Arbeitslos – Was nun?“ weitere Infos holen. Wir unterstützen dich aber sowieso gerne bei der Stellensuche. Am einfachsten schickst du uns deine Unterlagen und wir melden uns zurück. Alternativ kannst du uns auch unter 0800 390 390 anrufen. Diese Nummer ist, wie auch die Beratung, kostenlos und hat keine Warteschlange. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Planung nach der Lehre.

Bilder:
Joshua earle
Simon Infanger
Tyler Nix
Ant Rozetsky